Für die pädagogische Praxis

Die Fachstelle Rechtsextremismusprävention möchte Fachkräfte der pädagogischen Praxis in der Prävention und Distanzierung von rechtsextremen und menschenfeindlichen Einstellungen bei Jugendlichen begleiten und beraten. Zu den Angeboten der Fachstelle gehören Jugendkulturworkshops an Schulen oder Jugendeinrichtungen, das von cultures interactive e.V. etablierte Format der Narrativen Gesprächsgruppen ebenso wie Distanzierungstrainings. Außerdem bietet die Fachstelle Rechtsextremismusprävention verschiedene Materialien zum Download, die Sie in der Wahrnehmung von Gefährdungen ebenso wie bei Prävention und Intervention unterstützen.

Jugendkulturworkshops

Jugendliche brauchen eine lebensweltorientierte politische Bildung, die an ihre jugendkulturellen Fähigkeiten und Interessen anknüpft und den Austausch über komplexe gesellschaftliche und politische Fragen anregt. Deswegen bieten wir bundesweit Workshops für Jugendeinrichtungen an. Unsere Erfahrung zeigt: Über Jugendkulturen wie YouTubing oder HipHop, Rap, Graffiti und Breakdance oder Skateboarding und Parkour gelingt es, kontroverse Diskussionen über soziale Gerechtigkeit, demokratische Teilhabe, Gender, Inklusion, Zugehörigkeit und andere relevante Themen zu eröffnen. Sollten Störungen auftreten, etwa durch rechtsorientierte Jugendliche, stehen Interventionstechniken zur Verfügung. Wie so ein Jugendkulturworkshop aussehen kann, zeigt Ihnen dieses Video.

Die Methodik wurde für die Prävention von Rechtsextremismus entwickelt und wird seit 2018 auch phänomenübergreifend eingesetzt.

Gerne kommen wir für einen Workshop an Ihre Einrichtung.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Graffiti-Workshop
Narrative Gesprächsgruppen an Schulen

Was tun, wenn die Schüler*innen einer Klasse oder eines Jahrgangs massive Menschenfeindlichkeit und ein rechtsextrem unterlegtes Dominanz- und Erniedrigungsverhalten zeigen? Das Verfahren der narrativen Gesprächsgruppen knüpft an sozialtherapeutische Methoden an, ermöglicht den geschützten persönlichen Austausch, Konfliktbearbeitung und Mediation, die prozessoffene Vertiefung von persönlichen Erlebnisperspektiven, sozial-emotionales Lernen im vertraulichen Rahmen sowie den Erwerb von Gesprächs- und Demokratiefähigkeit. Die schulexternen Gruppenleiter*innen arbeiten eng mit der Schulsozialarbeit und dem Fachunterricht zusammen. Die Gruppengespräche finden einmal wöchentlich über einen längeren Zeitraum statt. So lassen sich Veränderungsprozesse in Gang setzen. Zur Methodik der narrativen Gesprächsgruppen bieten wir auch Fortbildungen an.

Infos zu den Narrativen Gesprächsgruppen (PDF)

Gesprächsrunde auf einem Schulhof
Distanzierungstrainings
Junger Mann im Sprung an Mauer

In Kooperation mit Jugendhilfe und Schulsozialarbeit wird mit jungen Menschen gearbeitet, die sich von menschenfeindlichem Verhalten und demokratiefeindlichem, (rechts)extremistischem Denken lösen müssen. In Einzel- und Gruppentrainings werden biografische Reflexion, persönliche Erfahrungen und Tataufarbeitung sowie die Unterstützung von sozial-emotionalen Fähigkeiten angeregt und Verfahren der intensivpädagogischen politischen Bildung eingesetzt. Die kritisch-zugewandte Haltung der Trainer*innen ermöglicht den Prozess der Distanzierung im Rahmen von professioneller Beziehungsarbeit, die mit ergänzenden Maßnahmen der Jugendhilfe und Schulsozialarbeit oder mit sozialtherapeutischen Gruppenformaten verbunden werden.

Jugendlicher in einer Skatehalle